29. Tag Rabanal Del Camino > El Acebo (04. Juli 2016)

Wir brechen früh auf und frühstücken in einer Bar (Hotel) am Ende des Ortes.
Der Weg ist traumhaft und einen tollen Ausblick hat man ständig. Klar gibt es hier auch Steigungen, aber da am Morgen die Temperatur noch richtig angenehm ist, ist es nicht ok.

 

Man muss ständig aufpassen dass man nicht über einen Stein stolpert. Wir haben gut Höhe gemacht und kommen gut in Foncebadon an.

 

Dort ist ein schönes Restaurant wo wir etwas trinken. Der Italiener (Andrea) mit Mutter und Freundin treffen auch dort ein. und wir lauschen der klassischen Musik - Mathias ist begeistert.
Von Foncebadon aus geht es nochmal hoch auf einer Strecke von etwas 2,5 Kilometer - dann erreichen wir das Cruz de Ferro.

 

Es ist ein Etappenziel geschafft, welches mir seit Beginn des Camino durch den Kopf ging. Ich wusste Anfangs überhaupt nicht wie ich mit dem Camino klar komme und ob ich es bis Santiago schaffe. Deswegen war ein großes Zwischenziel das Cruz de Ferro. .... und nun war ich dort. Ich hatte - wie viele schon berichteten von zu Hause einen Stein mitgebracht, um ihn dort abzulegen. Aber ich hatte auch an andere mir lieb gewonnene Menschen gedacht und auch für sie Steine mitgeschleppt. Es waren keine großen Steine aber dafür ca. 15 kleine.
Als ich ankam war noch ein Reisebus am Kreuz vorgefahren - die Insassen waren stolz das Cruz de Ferro erreicht zu haben - ich glaube alle Pilger die zu Fuß hier her kamen wussten den Ort noch viel mehr zu schätzen.
Als der Bus weg war wurde es sichtlich ruhiger - nur noch ein paar Pilger.
Ich nahm mir ein paar Minuten Zeit am Cruz de Ferro - für meine Lieben und auch für die, welche nicht mehr lebten.

Dann machten wir noch eine kleine Rast. Vor dem Cruz de Ferro ist eine Sonnenuhr, die sehr genau geht. Eine genaue Beschreibung ist in mehreren Sprachen auf einem Schild.
Als wir weiter gehen sehe ich mal wieder Fabian.... es ist verwunderlich wie oft man jeden hier wieder trifft. Klar ist es der gleiche Weg, Aber auf so viele Kilometer und bei den sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten der einzelnen Pilger wundert es einen wieder und wieder.
Links sieht man in der Ferne eine Gebirgskette und es sieht aus als läge dort noch Schnee - bei uns ist es heiß.
Auf einer Kuppe steht eine Frau und bietet Süsskirschen an - hmmmm die sind mehr als lecker.
Dann kommen wir an eine recht verfallene Hütte - Mathias meint das sei ein bekannter Ort eines Aussteigers. Aber da sind nur ein paar kleine Hunde die uns anbellen. Ein paar Meter weiter Fahnen, Schilder, Menschen ..... nein, das ist die Hütte des Aussteigers. Sein Name ist Tomasz - ich glaube aus Ungarn. Wir trinken bei ihm etwas kühles.
Er lebt mehr als einfach hier. Als ich mich umschaue auf den Entfernungstafeln zu einzelnen Orten wundere ich mich doch sehr. So viele sind es nun auch wieder nicht und ein paar große Städte sind dabei.... aber auch der Ort wo ich her komme, mitten in Rheinland Pfalz mit gerade mal ca. 3000 Einwohnern. Wer das wohl da mit aufgestellt hat???

Dort treffen wir wieder die 18-jährigen aus Bremen. Irgendwie scheint es immer nur stetig bergauf zu gehen.
Dann kommen wir an eine Straße und dort ist eine Verpflegungsstation. In der Hitze hilft nur eine eiskalte Cola.
Es geht weiter an der Straße entlang - zwar nur leicht ansteigend aber halt ansteigend. Der Weitblick ins Tal ist toll. Nach einer Kurve geht es nur noch abwärts - die Füße brennen und ich wechsle mal um auf die Trekkingsandalen.

An einer Linkskurve könnte man wohl auch an der Straße weiter laufen, aber die gelben Pfeile zeigen geradeaus auf einen recht steinigen Pfad - da heißt es aufpassen, dass man nicht stolpert. 

Dieser Pfad schlängelt sich durch die Hügel und als wir das Schild "700 Meter bis zu einer Herberge" sehen und dem Weg folgen, sind wir sicher, dass die Entfernung bestenfalls geschätzt war. Wir haben das Gefühl gute 1,5 Kilometer zu gehen, bis wir die ersten Häuser von El Acebo sehen.
Wir gehen durch den Ort hindurch bis ganz ans Ende. Dort ist die Albergue La Casa Del Peregrino. Die paar Meter weiter haben sich gelohnt. Es ist ein tolles Hotel mit einem Teil als Herberge. Für 10,-€ kommen wir in einem 4-Bett-Zimmer unter - an jedem Bett eine kleine Ablage mit Leselampe und Steckdose und die Sanitären Anlagen "erste Sahne". Nach dem Duschen und Wäsche waschen gehen wir beide erstmal zum riesigen Pool. Es ist phantastisch.
Aus der Richtung wo wir herkamen ziehen tief schwarze Wolken auf. Bei uns scheint noch immer die Sonne.
Wir vermuten dass die Regenwolken uns bald erreichen - aber nein, hier kommt auch Abends kein Tropfen runter.

Auch das Abendessen für 10,-€ ist sehr gut. Ein leckerer Salat und anschließend Steak mit Pommes und zum Nachtisch frische Erdbeeren.
Hier kann man sich entspannen.

 

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