34. Tag O Cebreiro > Tricastela (09. Juli 2016)

Um 05:30h wird es unruhig im Schlafsaal und kurz nach 06:00h ziehe ich los.  Das tal liegt im Nebel und es sieht aus wie ein großer See. Hinter den Bergen geht gerade die Sonne auf. Ich treffe mal wieder Timon und Rike aus Bremen. Auch ein Vater aus Norwegen ist mit seinen beiden Söhnen (7 und 10 Jahre alt) und seinen Eltern unterwegs. dass die Kids - bepackt mit einem kleinen Rucksack - ohne zu jammern solche Wege gehen wundert mich.

Ein breiter Weg führt hinunter zu einem kleinen Ort und dann geht es wieder etwas hoch. Ich komme zum letzen hohen Aussichtspunkt des Camino - zum Alto de San Roque mit 1270 Metern.
Jetzt geht es abwärts zum nächsten Ort wo ich frühstücke.

Von wegen nur noch abwärts.... es geht wieder hoch. Nach einem recht steilen Stück ist oben eine Bar - hier muss ich etwas trinken und der Wirt bietet mir zum Kosten mal eine Empanada an - hmmmm das schmeckt gut, aber eine ganze zu essen ist mir jetzt zuviel.
Danach führt der Weg etwas oberhalb der Straße auf einem Feldweg entlang. Da die Sonne mal wieder brennt ist im nächsten Dorf eine weitere Trinkpause angesagt.

Nach dem nächsten Dorf geht es dann nur noch hinunter ins Tal. Hier treffe ich eine Pilgerin aus Lettland. Die 28-jährige Valerie hat kein Wasser mehr - ich kann ihr eine Flasche abgeben. Wir unterhalten uns eine Weile und dann sprintet sie weiter, da sie früh in Tricastela ankommen möchte.
Mir fält auf, dass die kleinen Orte hier ihren ursprünglichen Charakter behalten haben. Obwohl hier Jahr für Jahr viele Pilger vorbei kommen - es macht den Eindruck, als sei die Zeit stehen geblieben.

Jetzt wo es stetig bergab geht habe ich von den Wanderschuhen zu den Trekkingsandalen gewechselt - das ist viel angenehmer. Etwas weiter unten sehe ich die Bar-Restaurante Aira do Camiño, wo ich nochmal eine Tortilla esse und etwas kühles trinke.

In Ramil komme ich an einer uralten Kastanie vorbei - angeblich soll sie 800 Jahre alt sein. Der Letze Weg liegt schön im Schatten und ich erreiche Tricastela.
Gleich links ist eine große Wiese wo auch die Albergue Municipal de Triacastela idyllisch liegt. Valerie ist auch hier und hat es sich auf der Wiese bequem gemacht.

Hier bekomme ich ein 4-Bett-Zimmer, wo ich (noch) komplett alleine bin. Nach dem Duschen und Wäsche waschen sind die drei restlichen Betten auch belegt. Mit den drei 18-jährigen Spanierinnen, die gerade ihr Abi gemacht haben, unterhalte ich mich ein wenig und gehe anschließend nochmal in den Ort. Auf dem Weg ist eine kleine Bar die Paulaner Weizenbier anbietet - da legt man einen kleinen Zwischenstopp ein. Hier treffe ich auch Rochelio (Roger) aus den USA. Im Ort finde ich ein Restaurant, welches ein Pilgermenü anbietet - ein Flasche Rotwein ist auch dabei.

Auf dem Rückweg ist in Höhe der Herberge eine weitere Bar - Roger winkt mir dass ich zur Gesellschaft kommen soll - meine drei Spanierinnen vom Zimmer sind ebenfalls dort. Wir unterhalten uns ein wenig und dann geht es zur Herberge.

 

 

 

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