39. Tag Ribadiso > Lavacolla (14. Juli 2016)

Um 08:00h starten wir und gehen in den Ort (Rivadiso) wo wir erstmal frühstücken.
Roger möchte heute alleine gehen - das ist OK. Ih spüre dass er ein Problem hat. Er kämpft offensichtlich mit der Frage : wenn ich am Ziel bin wie geht es weiter?
Und dieses Ziel rückt immer näher. Viele haben wohl auf den letzten Kilometern ein Problem damit.  Ich hingegen freue mich. Lange Zeit wusste ich nicht ob ich es bis hier her schaffe. Aber es klappte ja alles gesundheitlich gut und so freue ich mich.

Roger läuft vor und ich gehe mein Tempo.
Die letzten Tage schon merkte man dass hier vermehrt Eukalyptusbäume wachsen - das steigert sich hier und man riecht es auch.

Ich komme an einer Bar vorbei und dort stehen unzählige leere Weinflaschen. Später erfahre ich, dass es dort Brauch ist eine kleine Flasche zu trinken und einen Wunsch auf die Flasche zu schreiben. Hier kommen viele Wünsche zusammen - von mir allerdings keiner.

Der Weg ist wie so oft sehr schön und auch teilweise schattig. In Brea gehe ich in eine Bar, um etwas zu essen.

Kurz vor O Pedrouzo treffe ich plötzlich wieder Roger. Er möchte wieder mitlaufen. Als wir O Pedrouzo erreichen, gibt es zwei Wege. Einer führt an der Hauptstraße entlang der andere geht nach rechts in den Wald. Wir beschließen, noch so etwa 5 Kilometer zu laufen und in einem Ort danach eine Unterkunft zu suchen und nehmen den schöneren Weg durch den Wald.

So umgehen wir den Ort und gehen immer weiter auf der Suche nach einer Unterkunft. Roger läuft einfach vor und immer weiter.
Irgendwann sehe ich ihn nicht mehr.
Ich wäre jetzt froh endlich eine Unterkunft zu finden. Irgendwann überquere ich eine Hauptstraße und sehe ein Hotel mit Restaurant.
Es ist das Hotel Amenal unddort sitzen viele Pilger - natürlich auch Roger. Als er mich kommen sah, bestellte er schon ein Bier für mich.

Offensichtlich kann er nicht mehr weiter und will hier bleiben. Aber man sagt uns, dass es kein einziges freies Zimmer hier gibt. Wir müssten zurück nach Pedrouzo. Bis kurz vor Santiage sei auch keine Herberge mehr.
Nein, zurück ist keine Alternative. Ich suche im Navi und finde in etwa 2 Kilometer ein Hotel. Roger meint ich solle anrufen und für uns ein Zimmer reservieren. Das tue ich auch - Doppelzimmer für 50,-€. Also starten wir - aber Roger kommt und kommt nicht weiter. Irgendwann kommt er von hinten den Berg hoch und rennt förmlich an mir vorbei. Ich frage ihn was los sei - er meint aber nur dass er schnell zur Unterkunft will. Aber wie soll er sie finden? Seine Orientierung scheint nicht so gut zu sein. Ok - dann lass ich ihn ziehen.

Ich laufe und laufe .... und da sehe ich auch schon den Flughafen von Santiago. Da muss ich noch vorbei und dann komme ich in den Ort Lavacolla, wo das Hotel ist, wo ich gebucht habe.

Am Hotel angekommen natürlich keine Spur von Roger. Im Hotel gibt es keine Einzelzimmer und ich soll das Doppelzimmer komplett bezahlen. Im Foyer treffe ich eine Deutsch die mir sagt, dass sie hier gebucht habe, aber es ihr in den Herbergen viel besser gefiel und es persönlicher war.
Weiter unten an der Straße sei aber eine Herberge.
Also ziehe ich weiter. Ich finde die Herberge, aber es sieht verlassen aus - es ist schon nach 17:00h. Gegenüber ist ein kleiner Supermarkt. Die Verkäuferin meint die Herberge sei geschlossen und zeigt mir ein Haus, wo ich eventuell übernachten könne.
Da gehe ich hin aber treffe lediglich auf einen spanischen Pilger. Er meint es sei schon komplett ausgebucht, möchte mir aber weiter helfen. Er geht mit mir ein paar Meter weiter und zeigt mir eine Pension (Café bar A Concha). Da bekomme ich dann auch ein Einzelzimmer für 25,-€.
Nach dem Duchen ein kühles Bier und ein Hamburger und dann ab ins Bett.
Die Nacht ist allerdings etwas unterbrochen, da im Nachbarzimmer zwei Italiener unentwegt streiten und keine Ruhe geben.

 

Café bar A Concha
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